Hier findet ihr ein paar Gedichte
1.)
Du bist umgeben von Institutionen und Systemen,
die alle zu wissen meinen, was du brauchst.
sie machen dir Angebote und betonen,
wie gut es wäre, wenn du ihnen glauben würdest.
Ratgeber annoncieren ihre Künste,
Wissenschaftler verbessern deine Lebensqualität,
Gurus wollen dich retten,
und für jedes Problem gibt es Techniker und Arzte,
Politiker und Weltverbesserer, die behaupten,
sie hätten dein Glück im Sinn.
Für alles gibt es einen Durchschnitt,
nach dem gemessen wird.
Die Statistiken häufen sich.
Du bist eine anonyme Zahl.
Darum ist nichts so wichtig
wie die Entscheidung deines Lebens.
Es ist wichtig, daß du etwas willst,
in der Tiefe deines Wesens,
daß du etwas mit deinem ganzen Herzen glaubst,
daß du wählst, wie du leben willst,
und daß du deine innere Stimme hörst und ihr traust.
2.)
Lebst du durch die Köpfe anderer?
Lebst du aus Zitaten und Büchern?
Lebst du in der Nachahmung und Anempfindung dessen,
was andere erleben und beschreiben?
Lebst du in Worten und Theorien?
Lebst du in Plänen und Erinnerungen?
Lebst du in Illusionen und Fantasien?
Lebst du in Vorstellungen, denen du nicht nachgehst?
Lebst du?
Du hast einen Kopf, der dir etwas vorschlägt.
Du hast deine eigene Sicht der Welt.
Nimmst du sie ernst?
Du hast Vorstellungen und Träume,
was tust du, um sie dir zu erfüllen?
Geh den zarten Regungen in dir nach,
achte auf ihre vorsichtige Sprache.
Und nimm dir Zeit dafür.
Wenn du nur jagst, überhörst du dich.